42.500 Euro für gute Zwecke

Kuge-Stiftung übergibt Förderbescheide in Melsungen

Melsungen - Gute Nachrichten gibt es für elf regionale Gruppierungen. Sie haben den Förderbescheid der Kuge-Stiftung für Zuschüsse zwischen 800 Euro und 5000 Euro für das Jahr 2026 erhalten.  Insgesamt gingen 42.500 Euro an die Projekte.

Die Übergabe der Bescheide fand im Hotel Hessischer Hof in Melsungen durch Reinhard Kuge und seine beiden Söhne Martin und Robert Kuge statt. Mit dabei war auch Melsungens Bürgermeister Timo Riedemann.

Stiftungsgründer Reinhard Kuge erläuterte, dass die Stiftung 2019 zum Anlass seines 70. Geburtstages, mit einem Grundkapital von 1 Million Euro gegründet wurde. Sie habe es sich zum Ziel gesetzt, regionale Projekte im Sport, in der Kinder- und Jugendhilfe, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung, sowie der Erziehungs-, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe zu fördern. In den sieben Jahren seit der Gründung der Stiftung wurden 70 Projekte mit insgesamt 253.000 Euro unterstützt.

Kuge sagte, dass er vor 47 Jahren von Westfalen nach Melsungen gekommen ist. Dort vergrößerte er die ehemalige Druckerei Faubel von ehemals 30 Mitarbeitern auf 300 Mitarbeiter. Kuge: „Ich habe in Melsungen sehr viel Glück gehabt und wurde immer gut aufgenommen. Ich möchte durch meine Stiftung den vielen Ehrenamtlichen etwas davon zurückgeben."

Geld für Trauerarbeit mit Kindern

Bei der Übergabe stellten die Vertreter der Vereine, Gruppierungen, Kirchen und Schulfördervereine ihre Projekte vor. Der Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde Melsungen erhält den Zuschuss für ein Probenwochenende. Der Chor besteht seit 15 Jahren und tritt in Gottesdiensten und bei kleineren Konzerten auf. Der Chor bedeute für viele Kinder ein Stück Heimat.

Die Leichtathletiksparte der Homberger Turnerschaft schafft mit dem Geld neue zertifizierte Sportgeräte an. Dort treffen sich junge Leichtathleten im Alter zwischen 4 und 24 Jahren drei bis vier Mal pro Woche zum Trainieren. Die Ganztagsbetreuung der Christian-Bitter-Schule fördert die soziale Kompetenz und das Sprachvermögen der Kinder. Dafür wird ein Kaufmannsladen angeschafft, der für die Rollenspiele der Kinder ein wichtiges Hilfsmittel sei. Das Trauer- und Hospiznetzwerk im Schwalm-Eder-Kreis möchte mit dem Fördergeld besonders die Trauerarbeit mit Kindern ausweiten. Die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche sei eine wichtige und viel zu wenig ermöglichte Aufgabe in der Gesellschaft. Daher sollen weitere Ausbildungen für Trauerbegleiter finanziert werden.

In eine ganz andere Richtung geht der Zuschuss für den CCE Empfershausen, der in dieser Session sein närrisches 66-jähriges Bestehen feiert. Für einen Teil der 120 Aktiven, davon mehr als 100 Kinder, werden neue Kostüme beschafft. Da sich immer mehr Kinder im Verein engagieren, müsse der vor Jahren angeschaffte Bestand an Kostümen aufgestockt werden. Die Kosten für ein Gardekostüm liegen zwischen 600 und 900 Euro.

Bei der Sankt-Martin-Schule in Schwalmstadt handelt es sich um eine Förderschule, in der derzeit 44 Kinder in den Klassen 1 bis 10 pädagogisch begleitet und betreut werden. Mit der Fördersumme soll die Beschaffung weiterer digitaler Endgeräte finanziert werden. Neue Trikots für die aktiven Fahrrad-Trialfahrer beschafft der ASC Melsungen. Nicht nur Hochleistungssportler, sondern auch Kinder mit ihren Laufrädern sind in der Sparte aktiv.

Ein Kleinbus soll angeschafft werden

Für das therapeutische Reiten und die Besuche auf dem Hof Lassas wird der Zuschuss von der Fuldatal-Schule in Melsungen eingesetzt. Die tiergestützte Pädagogik ist ein wichtiger Baustein in der Entwicklung eingeschränkter Kinder. Die Fußball-D-Jugend des TSV Eintracht Brunslar bekommt neue Trikots, sowie rollbare Tore. In der Jugendwerkstatt in Felsberg wird Arbeit in Bezug auf Ausbildungsplatzförderung geleistet. Ein neues Smart-Board soll helfen, bei den mehr als 100 jungen Menschen Hemmnisse auf verschiedenen Gebieten abzubauen.

Einen Zuschuss für die Neuanschaffung eines Kleinbusses bekommt der Förderverein der Anne-Frank-Schule in Homberg. Der Verein wurde 1999 gegründet und fördert die geistige und motorische Entwicklung junger Menschen. Mit dem Bus sind Fahrten in Kleingruppen möglich.

(Helmut Wenderoth)

Bei der Spendenübergabe in Melsungen: Mitglieder der Kuge-Stiftung, Vertreter der Projekte und Bürgermeister Timo Riedemann. © Foto: Helmut Wenderoth